Anton Mahringer - Biografie
 
Der Künstler im Atelier, um 1951

1902
Anton Mahringer wird am 26. September 1902 in Neuhausen auf den Fildern bei Stuttgart als drittes von sieben Kindern geboren. Sein Vater Johann Alois Mahringer ist Lehrer an der dortigen Volksschule. Er stammt gleichfalls aus einer kinderreichen Familie, die auf dem Härtsfeld in der Schwäbischen Alb einen Bauernhof bewirtschaftet hat. Die väterlichen Ahnen stammen aus Oberösterreich. Ein Sebastian Maringer hatte 1685 in den schwäbischen Bauernhof eingeheiratet. Die Mutter, Pauline, geborene Bauer, ist die einzige Tochter des Gasthofbesitzers »Zur Post« in Neuhausen. Sie besorgte zusammen mit ihrer verwitweten Mutter die Postagentur.
1904
Die Eltern Mahringers übersiedeln nach Schwäbisch Gmünd. Der Vater hat im zweiten Bildungsweg an der Technischen Hochschule in Stuttgart die Ausbildung zum Fach- und Gewerbelehrer absolviert und erhält eine Stelle als Lehrer an der Gewerbeschule und Fachschule für Goldschmiede. Später wird der Vater zum Gewerbeschulrat ernannt.
1909
Die Mutter stirbt erst 33-jährig infolge einer Totgeburt des achten Kindes. Anton ist zu diesem Zeitpunkt sieben Jahre alt. Nach der Volksschule besucht Anton Mahringer das Realgymnasium in Schwäbisch Gmünd. Durch die Lehrtätigkeit des Vaters an der Fachschule für Goldschmiede wird dem Sohn Gelegenheit geboten, seine künstlerische Begabung in Malkursen zu pflegen. Der Vater übernimmt zunehmend auch politische Ämter, er wird Fraktionsführer der christlichen Zentrumspartei, später auch Stadtrat und stellvertretender Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd.
1921
Anton Mahringer beendet das Realgymnasium mit Matura. Er tritt auf Wunsch des dem Künstlerberuf eher abgeneigten Vaters zunächst in das Stuttgarter Zollamt ein. Der junge Mahringer erleidet bei einem Sportunfall eine Knieverletzung, auf welche eine langwierige Kniegelenksentzündung folgt.
1922
Nach einer weiteren Knieoperation, die ein lebenslänglich steifes Bein zur Folge hat, muss Mahringer seine Ausbildung aus gesundheitlichen Gründen wechseln. Er wird Banklehrling in Schwäbisch Gmünd. Er besucht weiterhin Malkurse der Fachschule für Goldschmiede und knüpft erste Beziehungen zu lokalen Künstlern.
1924
Nach Abschluss der zweijährigen Lehrzeit an der Bank gelingt Mahringer die Aufnahme in die Stuttgarter Kunstgewerbeschule. Er besucht nebenher den Abendakt der Stuttgarter Akademie, um sich für die Aufnahmeprüfung an der Akademie vorzubereiten.
1925
Anton Mahringer wird in die Stuttgarter Akademie aufgenommen, er wird Schüler der Zeichenklasse Professor Arnold Waldschmidt (1873–1958). Der Vater hat mittlerweile ein zweites Mal geheiratet. Seine Frau besitzt ein großes Obstgut in Schwäbisch Gmünd. Dort richtet sich der junge Akademiestudent Mahringer in einem Gartenhaus ein erstes Atelier ein und malt Landschaften und figürliche Studien. Anlässlich einer Sommerexkursion der Akademie kommt Mahringer nach Tirol und wird erstmals mit dem Hochgebirge konfrontiert.
1926
Mahringer besucht die Internationale Kunstausstellung in Dresden. Dort beeindrucken ihn vor allem Max Slevogts ägyptische Landschaften sowie die Deutschen Expressionisten.
1927
Mahringer erhält bei den Akademiewettbewerben im Frühjahr zugleich den Preis für die beste Aktzeichnung und den Preis für die Jahresgesamtleistung. Das Preisgeld verwendet er für eine Reise nach Italien, die ihn nach Mailand, Florenz, Orvieto, Rom, Neapel und Palermo führt. Dort studiert er die Meister des Quattro- und Cinquecento und forscht über Leonardo und Signorelli. Anlässlich einer Exkursion der Stuttgarter Akademie besucht Mahringer das erste Mal Wien.
1928
Mahringer wechselt an der Akademie von der Zeichenklasse zur Malklasse. Er wird erster Student von Anton Kolig (1886–1950), der eben erst als Professor aus Kärnten an die Stuttgarter Akademie berufen wurde. Mahringer setzt sich intensiv mit Koligs Aktmalerei auseinander. Er besucht die große Van Gogh-Ausstellung in Karlsruhe. Im Sommer fährt Professor Kolig erstmals mit seinen StudentInnen nach Nötsch im Kärntner Gailtal, wo Kolig vor seiner Berufung nach Stuttgart gewohnt hat. In Nötsch lebt auch der Maler Franz Wiegele (1887–1944). Seine Schwester Katharina ist mit Kolig verheiratet. Kolig eröffnet den StudentInnen den Reichtum der Kärntner Berglandschaft, sie unternehmen Wanderungen auf den Dobratsch, zum Weißensee, ins Plöckengebiet, zum Wolayersee und zur Windischen Höhe. Das Landschaftserlebnis ist für Anton Mahringer so stark, dass er im Gailtal die ersten Landschaften zu malen beginnt.
1929
Anton Mahringer übernimmt die zweite Kolig-Klasse. Er erhält ein Meisteratelier und ein Stipendium der Stuttgarter Akademie. Kolig gründet eine eigene Werkstatt für Wandmalerei an der Akademie. Mahringer wird einer der führenden Mitarbeiter dieser Werkstatt und widmet sich intensiv der Wandmalerei. Kolig erhält vom Land Kärnten den Auftrag zu einem Freskenzyklus im Landhaus in Klagenfurt. Anton Mahringer ist bei der Ausführung der Fresken maßgeblich beteiligt. Der Kunsthistoriker Otto Demus freundet sich mit dem gleichaltrigen Anton Mahringer an. Zu den frühen Kärntner Freunden zählen weiters Dr. Max Pirker, Leiter der Studienbibliothek und Schriftsteller, Chefredakteur Dr. Heinz Paller, der Kunsthistoriker Dr. Walter Frodl sowie der Volksschuldirektor und Dichter Andreas Fischer. Im Dezember kehrt Mahringer wieder nach Stuttgart an die Akademie zurück.
1930
Im Sommer wird die Arbeit an den Landhausfresken in Klagenfurt fortgesetzt. In Nötsch versammeln sich an die zwanzig StudentInnen aus Stuttgart. Unter ihnen befindet sich auch Regina Peschges, die spätere Frau von Anton Mahringer. Es kommen auch Studierende aus Berlin, unter ihnen der jüngere Bruder von Anton Mahringer, Paul Mahringer (1904–1969), der sich nach seiner Ausbildung im Lehrerseminar in Schwäbisch Gmünd ebenfalls dem Kunststudium gewidmet hat. Aus Ulm kommt der Maler Hans Gassebner (1902–1966). Intensive Kontakte entwickeln sich auch zu Franz Wiegele. Am 10. Oktober 1930 werden die Fresken im Klagenfurter Landhaus feierlich übergeben. Mahringer entschließt sich gemeinsam mit seinem Bruder Paul Mahringer und Hans Gassebner, auch den Winter in Nötsch zu bleiben. Otto Demus vermittelt eine erste kleine Ausstellung mit Werken Mahringers in der Buchhandlung Leon in Klagenfurt.
1931
Im Frühjahr kehrt Anton Mahringer für kurze Zeit an die Stuttgarter Akademie zurück und erhält ein württembergisches Staatsstipendium für einen Sommeraufenthalt in Rom. Hier lernt er den späteren Teilhard de Chardin-Forscher, François-Albert Viallet und die deutschen Maler Werner Gilles (1894–1962) und Karl Kluth (1898–1972) kennen. Nach dem Romaufenthalt kehrt Mahringer nicht mehr an die Stuttgarter Akademie zurück, sondern übersiedelt nun ganz ins Gailtal. In Labientschach, drei Kilometer von Nötsch entfernt, schlägt er gemeinsam mit Hans Gassebner sein erstes Quartier auf. Sein Bruder Paul wohnt zu dieser Zeit in unmittelbarer Nachbarschaft in Saak bei Nötsch.
1932
Anton Mahringer vermählt sich am 24. September 1932 in Hamburg mit der Kolig-Schülerin Regina Peschges. Die Hochzeitsreise führt über Köln nach Kärnten. Regina hat im selben Jahr die Stuttgarter Akademie abgeschlossen. Der Villacher Rechtsanwalt Dr. Franz Feldner, Landesbaudirektor Prof. Wilhelm Effenberger und andere Sammler erwerben erste Arbeiten von Mahringer.
1933
Tochter Monika wird geboren.
1934
Im Frühjahr erfolgt die erste, fünfmonatige Reise nach Dalmatien. Das Ehepaar Mahringer und der Malerfreund Hans Gassebner mieten in Dubrovnik ein Haus. Die Rückfahrt führt nach Venedig, wo Mahringer die Biennale besucht. Im Villacher Rathaus zeigen die Maler die Ergebnisse des Dalmatien-Aufenthalts anlässlich einer Ausstellung des Kärntner Kunstvereins. Die Albertina in Wien erwirbt ein erstes Aquarell Mahringers. Sohn Clemens wird geboren.
1935
Mahringer nimmt an der Ausstellung »Junge Kärntner Kunst« im Landesmuseum Joanneum in Graz teil.
1936
Mahringer unternimmt eine ausgedehnte Kunstreise nach Deutschland. Es folgt die Teilnahme an einer Ausstellung des Kärntner Kunstvereins im Künstlerhaus in Klagenfurt.
1937
Mahringer beteiligt sich an der Ausstellung der Wiener Secession. Carl Moll äußert sich zu Wiegele anerkennend über Mahringers Werke.
1938
Tochter Regina wird geboren.
1939
Mit Ausbruch des Krieges übernimmt Mahringer für die Kriegsdauer eine Dienstverpflichtung als Zeichenlehrer an der Hauptschule in Hermagor. Mahringer lernt den Wiener Hofrat Franz Zeis, einen Freund des Dichters Robert Musil und bedeutender österreichischer Künstler, kennen. Mahringer wird Mitglied der Wiener Secession.
1941
Mahringer nimmt an der »Kärntner Kunstschau« in der Residenzgalerie Salzburg teil. Er wird mit dem Salzburger Maler Anton Steinhart und dem Kunsthändler Friedrich Welz bekannt. Über Vermittlung von Franz Wiegele besucht Bruno Grimschitz, Direktor der Österreichischen Galerie in Wien, erstmals Anton Mahringer.
1943
Sohn Peter wird geboren.
1944
Durch den Bombenabwurf auf Nötsch am 17. Dezember 1944 wird Mahringers enger Malerfreund, Franz Wiegele, getötet. Auch Anton Kolig wird schwer verletzt. Nach der Quittierung des Schuldienstes lässt sich Mahringer mit seiner Familie im Dorf St. Georgen im Gailtal nieder. Mahringer übernimmt Wiegeles Atelierhaus im Kesselwald für die sommerlichen Malaufenthalte.
1946
Edith Kleinmayr veranstaltet in ihrer Galerie in Klagenfurt die erste Mahringer-Ausstellung nach dem Krieg.
1947
Friedrich Welz kommt nach St. Georgen zu Besuch und veranstaltet im November in Salzburg eine Ausstellung, eine enge freundschaftliche Beziehung entsteht. Die Galerie Würthle in Wien zeigt ebenfalls eine Mahringer-Ausstellung, die vom Wiener Kulturstadtrat Viktor Matejka eröffnet wird.
1948
Längerer Sommeraufenthalt in Südtirol. Mahringer erhält den Österreichischen Staatspreis für Malerei für das Werk »Abendlandschaft« (WVAM 400). November bis Dezember Reise in die Schweiz.
1949
Über den Wiener Stadtrat Viktor Matejka erhält Mahringer den Auftrag zu »Porträt Anton Kolig« (WVAM 429). Mahringer nimmt am Wettbewerb für die Fresken im Klagenfurter Bahnhof teil (WVAM 457). Diesen gewinnt jedoch Giselbert Hoke. Mahringer erhält von der Bundesbahndirektion Villach den Auftrag für vier große Landschaften in Öl. Die Werke der beiden vorjährigen Studienreisen nach Südtirol und in die Schweiz, großteils grafische Blätter, werden im November im Joanneum in Graz ausgestellt.
1950
Anton Kolig stirbt. Mahringer verbringt den letzten Sommer im Kesselwald-Atelier.
1951
Das Ehepaar Mahringer unternimmt die erste Reise nach Ischia. Anschließend ist Mahringer Gast bei Welz in Salzburg. Im Sommer malt Mahringer wieder in den Karnischen Alpen, diesmal auf der Feistritzer Alm am Oisternig, wo Freunde ein Hotel besitzen. Bis 1959 malt Mahringer nun jeden Sommer am Oisternig. Mit dem Kärntner Kunstverein stellt Mahringer in Udine und Triest aus.
1952
Mahringer reist alleine ein zweites Mal nach Ischia. Er erhält den Auftrag für zwei Wandbilder für den Festsaal der Kammer der Gewerblichen Wirtschaft in Klagenfurt.
1953
Die Galerie Welz veranstaltet nachträglich zum fünfzigsten Geburtstag des Künstlers in Salzburg eine große Kollektive. Im Zuge dieser Ausstellung erscheint im Verlag der Galerie Welz die erste Monografie über Anton Mahringer, Verfasser ist Bruno Grimschitz. Die Ausstellung wird auch in Stuttgart, Württembergischer Kunstverein, in Saulgau, »Fähre«, und in Wuppertal, Kunsthalle, gezeigt. Mahringer beteiligt sich auch an einer Ausstellung des Kärntner Kunstvereins in der Wiener Secession. Mahringer bewirbt sich ohne Erfolg um eine Professur an der Stuttgarter Akademie.
1954
Die im Vorjahr von Welz organisierte Mahringer-Ausstellung wird in Mannheim, Kunstverein, und anschließend im Künstlerhaus Klagenfurt gezeigt. Anton Mahringer erhält beim Grafikwettbewerb in Innsbruck den Preis des Landes Kärnten. Im Rahmen des Kulturaustauschprogramms des Landes Kärnten mit den Nachbarländern stellt Mahringer in Laibach und Udine aus.
1955
Über Vermittlung des Kunsthändlers Welz erhält Mahringer den Auftrag, für die Österreichische Botschaft in Ottawa fünf Landschaftsbilder zu malen. Der Erlös aus diesem Auftrag ermöglicht ihm, sich ein neues Haus mit Atelier in St. Georgen zu bauen.
1956
Die Familie bezieht das neue Haus in St. Georgen. Mahringer beteiligt sich an einer Ausstellung der Modernen Galerie in Laibach. Mahringer erhält vom österreichischen Bundespräsidenten den Professorentitel verliehen.
1957
Anlässlich der Wiener Festwochen erhält Anton Mahringer gemeinsam mit Ludwig Heinrich Jungnickel im Künstlerhaus in Wien eine umfangreiche Personale. Mahringer erhält die Große Goldene Ehrenmedaille des Künstlerhauses. Er reist nach Schwaben, im September unternimmt er mit der Familie eine Reise nach Italien.
1958
Mahringer beteiligt sich an einer Ausstellung des Kärntner Kunstvereins in der Modernen Galerie in Laibach. Es folgt eine zweite Dalmatienreise, auf der ihn sein Sohn Clemens und sein Stuttgarter Neffe Wolfgang Mahringer begleiten. Die Reise führt ihn auch in die Herzegowina. Es folgt ein längerer Aufenthalt in Schwaben. Das Ulmer Museum organisiert eine Aquarellausstellung.
1959
Der Arzt Dr. H. P. Hoheisel veranstaltet in seiner Privatgalerie in Frankfurt am Main eine Personalausstellung. Weiters beteiligt sich Mahringer an der Ausstellung des Klagenfurter Kunstvereins in Passau sowie an der Ausstellung des Wiener Künstlerhauses in Venedig.
1960
Personale in der Galerie Fischinger in Stuttgart. Mahringer beteiligt sich an der Retrospektive »Vierzig Jahre Kunst in Kärnten« im Klagenfurter Künstlerhaus. Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung erfolgt der erste Besuch des Sammlers und späteren Freundes Max Alfert aus Berkeley in St. Georgen. Weiters besucht ihn Josef Szajna, polnischer Maler, Bühnenbildner und Regisseur aus Krakau, mit dem Mahringer gleichfalls hinfort freundschaftlich verbunden bleibt. Mahringer reist ein zweites Mal in die Schweiz, diesmal in das Tessin.
1961
Im Frühjahr erfolgt eine Personalausstellung mit grafischen Arbeiten Mahringers im Landesmuseum für Kärnten in Klagenfurt, anschließend eine Ausstellungsbeteiligung in der Galerie Welz in Salzburg.
1962
Die Galerie 61 in Klagenfurt veranstaltet eine Personalausstellung. Mahringer reist zum dritten Mal in die Schweiz, und zwar an den Vorderrhein, nach Andermatt, zum Furkapass, zum Lukmanierpass und zum Ortler. Es folgt eine dritte Ischia-Reise wiederum mit Quartier in Sant´Angelo. Die dort entstandenen Aquarelle werden in einer Personalausstellung in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz ausgestellt.
1963
Anton Mahringer reist auf Einladung der Gesellschaft der Schönen Künste Krakaus und des Regisseurs Josef Szajna nach Polen und zeigt im Künstlerhaus in Krakau eine große Ausstellung seiner Arbeiten. Es folgt eine Fahrt durch Polen mit Aufenthalt im Künstlerort Nidjica. Über Vermittlung der Galerie Welz veranstaltet im Sommer Robert Bergmann, ein Freund von Max Alfert, an der Universität Pittsburgh, U.S.A., eine Aquarellausstellung mit Werken Mahringers. Im August und September folgt eine Reise nach Finnland, auf der Mahringer über Vermittlung seines Neffen Wolfgang Mahringer in der Galerie Pinx in Helsinki ausstellt. Im Zuge dieser Reise besucht Mahringer auch Leningrad.
1964
Die Österreichischen Draukraftwerke erteilen Mahringer den Auftrag zu einem großen Wandmosaik in der Eingangshalle ihres Verwaltungsgebäudes in Klagenfurt, nachdem der Künstler den ersten Preis bei der Ausschreibung erhalten hat (WVAM 1026). Die Ausführung erfolgt gemeinsam mit der Mosaikschule Spilimbergo von Herbst bis Ende dieses Jahres. Im Frühjahr arbeitet Mahringer auch am Wandbild für das Rathaus seines Geburtsortes Neuhausen auf den Fildern bei Stuttgart (WVAM 1034).
1965
Im März veranstaltet das Österreichische Kulturinstitut in Rom eine Aquarellausstellung. Aus diesem Grund reist Mahringer nach Rom und Pompeji. Es folgt eine umfangreiche Personalausstellung im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart, die anschließend gemeinsam mit Arbeiten des Ulmer Malers Wilhelm Geyer im Bodenseemuseum in Friedrichshafen gezeigt wird.
1966
Anton Mahringer reist für zwei Monate nach Istanbul, wo seine Tochter Monika am Österreichischen St. Georgs-Kolleg unterrichtet. Aus der Türkei zurückgekehrt, zeigt Mahringer die dort entstandenen Arbeiten im Rathaus der Stadt Villach, anschließend in der Galerie Würthle in Wien und im Mirabell-Casino der Stadt Salzburg.
1967
Über Einladung des Leiters des Deutschen Goethe- und Kulturinstituts, Dr. Hartfrid Schindler, der ihn im Sommer 1966 in seinem St. Georgener Atelier besucht hatte, reist Mahringer in Begleitung seiner Frau im Februar nach Tripoli, Libanon. Im Privatauto bereist Mahringer das Libanongebirge, die Küste sowie die Städte Baalbek und Biblos. In den deutschen Kulturinstituten von Tripoli, Beirut und Amman, Jordanien, stellt Mahringer seine neuen Arbeiten aus. Er besucht weiters die alte Nabatäersiedlung Petra in Jordanien, das antike Jerrasch, Jericho und Jerusalem. Unmittelbar nach Abreise Mahringers aus Israel bricht der Sechs-Tage-Krieg aus. Die Rückreise erfolgt über die Türkei und Istanbul. In der Kärntner Landesgalerie findet eine Ausstellung mit den Orient-Aquarellen statt. Wegen einer Erkrankung des Beines muss sich Mahringer einem siebenwöchigen Spitalsaufenthalt im Allgemeinen Krankenhaus in Wien unterziehen.
1968
Das Museum der Stadt Schwäbisch Gmünd veranstaltet eine Personalausstellung, die anschließend in der Galerie Voelter in Ludwigsburg gezeigt wird. Im Zuge dieser Ausstellungen fährt Anton Mahringer ins Rheinland und nach Köln.
1969
Mahringer reist zum dritten Mal in die Türkei mit Stationen in Istanbul, Ephesos, Alanja, Göreme und Ankara. Die Kunstakademien von Istanbul und Ankara veranstalten jeweils Personalausstellungen. In San Francisco, U.S.A., stellt die Galerie Maxwell Werke Mahringers aus. Im Herbst unternimmt Mahringer eine Studienreise an die Côte d´Azur.
1970
Die Neue Galerie der Stadt Linz organisiert eine umfangreiche Mahringer-Ausstellung, die anschließend in Braunau am Inn gezeigt wird. Im Österreichischen Kulturinstitut in New York, U.S.A., werden Arbeiten Mahringers gezeigt. Im Oktober folgt eine Personalausstellung im Kulturamt der Stadt Esslingen, zu deren Eröffnung Mahringer fährt. Im November fliegt Mahringer gemeinsam mit seiner Frau nach Spanien an die Costa del Sol und besucht Granada. Mahringer beteiligt sich an der Ausstellung »Motive« im Wiener Künstlerhaus.
1971
Anton Mahringer ist durch sein Beinleiden stark eingeschränkt, längere Aufenthalte in einem Sanatorium in Hermagor werden erforderlich. Mahringer besucht trotz körperlicher Beschwerden seinen Bruder Alo Mahringer in Härtsfeld bei Neresheim aus Anlass von dessen siebzigsten Geburtstag.
1972
Anlässlich des siebzigsten Geburtstags Mahringers veranstaltet die Kärntner Landesgalerie in Klagenfurt eine große Personalausstellung. Weitere Ausstellungen werden von der Galerie Würthle in Wien sowie von der Neuen Galerie der Stadt Linz organisiert. Mahringer beteiligt sich zudem an einer Ausstellung im Grazer Künstlerhaus. Im Verlag der Galerie Welz in Salzburg erscheint über Anton Mahringer eine umfangreiche Monografie mit einem »Vorläufigen Werksverzeichnis«. Autor ist Walter Zettl, die Biografie verfasst Leopoldine Springschitz.
1973
Mahringer unternimmt nochmals eine Reise nach Italien, diesmal nach Apulien. Die Galerie Welz in Salzburg veranstaltet eine Personale Mahringers.
1974
Der Künstler hält sich im Sommer neuerlich in Rom auf. Anton Mahringer stirbt am 29. Dezember 1974 im Villacher Krankenhaus.